Closed Captions vs. Open Captions: Ein technischer Überblick
19. August 2026 | Thomas Stehle
Open Captions sind fest ins Videobild eingebrannt und sichern ein einheitliches Erscheinungsbild, lassen sich aber weder ausschalten noch nachträglich ändern. Closed Captions liegen dagegen als separate, zuschaltbare Spur vor, unterstützen mehrere Sprach- und barrierefreie Versionen und eignen sich besonders für Streaming, Corporate Learning und flexible Ausspielungen. Für Social Media können eingebrannte Untertitel sinnvoll sein, wenn Videos häufig ohne Ton gesehen werden.
Inhaltsverzeichnis
In Social-Media-Feeds, auf Streamingplattformen und in Unternehmensvideos gehören Untertitel heute zum Bewegtbild. Bei der technischen Umsetzung begegnen vor allem zwei Begriffe: Closed Captions (CC) und Open Captions (OC). Beide machen Gesprochenes und akustische Informationen sichtbar, funktionieren aber unterschiedlich.
Was sind Open Captions?
Open Captions, auch eingebrannte Untertitel genannt, werden fest in das Bild integriert. Das Schnittprogramm rendert den Text beim Export direkt in die Videodatei.
- Eigenschaften: Bild und Text bilden eine Einheit; eine separate Untertitelspur gibt es nicht.
- Vorteile: Schriftart, Größe, Farbe und Position stehen beim Export fest. Das Erscheinungsbild bleibt daher unabhängig vom Player erhalten. Zusätzliche Untertiteldateien oder Player-Funktionen sind nicht nötig.
- Nachteile: Die Untertitel lassen sich weder ausschalten noch ohne erneuten Videoexport ändern. Für jede weitere Sprache ist eine eigene Videodatei erforderlich. purple.audio setzt deshalb auf Closed Captions statt auf Open Captions: Sie lassen sich ein- und ausschalten und vereinfachen mehrsprachige Ausspielungen.
Was sind Closed Captions?
Closed Captions sind eine separate, zuschaltbare Untertitelspur. Sie liegen häufig als Textdatei in Formaten wie .srt oder .vtt vor und werden synchron zum Video geladen.
- Eigenschaften: Zuschauer können die Untertitel im Menü des Videoplayers ein- oder ausschalten.
- Vorteile: Einer Videodatei lassen sich mehrere Sprach- oder barrierefreie Untertitelspuren zuordnen. Je nach Player können Nutzer auch Schriftgröße oder Hintergrund anpassen. Separate Textspuren können von Suchmaschinen und Plattformen maschinell verarbeitet werden.
- Nachteile: Darstellung und verfügbare Funktionen hängen vom Player und von der Plattform ab. Bei fehlerhafter Unterstützung können Synchronisation oder Formatierung abweichen.
Wann eignet sich welches Format?
Die Wahl richtet sich nach Ausspielungskanal und Produktionsziel.
- Social Media und Marketing: Viele Creator nutzen eingebrannte Untertitel, weil Videos auf Plattformen wie TikTok, Instagram Reels oder LinkedIn oft ohne Ton angesehen werden. Unterstützt eine Plattform auswählbare Untertitelspuren, bieten Closed Captions mehr Flexibilität.
- Streaming, Corporate Learning und Barrierefreiheit: Closed Captions eignen sich hier besonders, weil mehrere Sprachversionen mit derselben Videodatei genutzt werden können. Weitere Informationen zu gesetzlichen und technischen Anforderungen können Sie bald in unserem neu entstehenden Bereich zur Barrierefreiheit finden.